| Im Jahr 2004 hat der Verein
der Ehemaligen das "Forum Marianum" ins Leben gerufen. Mit dem Forum Marianum
werden unseren Ehemaligen, sowie anderen interessierten Zuhörern Vorträge
zu verschiedenen Themen angeboten. Referenten sind in der Regel Ehemalige
der Schule. Die Vorträge sollen turnusmäßig jedes halbes
Jahr stattfinden.
Wenn auch Sie ein Spezialgebiet
haben, welches Sie gerne mal diesem Auditorium vorstellen möchten,
so treten Sie gerne mit uns in Kontakt.
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10.
Forum Marianum, 24.09.2009:Rückblick auf den Vortrag von Prof. Anton
Schindling (Universität Tübingen)
anlässlich der zentralen Veranstaltung an
der Johann Wolfgang Goethe-Universität in
Frankfurt am Main zum Thema „Die
Frankfurter Paulskirche und die
demokratische Tradition Deutschlands“. |
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9.
Forum Marianum, 09.08.2009:"Ist Paulus vom Pferd gestürzt? – Glaubensphantasie in der christlichen Bildkunst, erörtert an achtzehn prominenten Beispielen": Prof. Günter Lange wurde 1932 in Borgentreich geboren und wuchs in Warburg auf. Er legte 1952 am Gymnasium Marianum das Abitur ab und studierte danach Theologie in Paderborn und München. Zum Priester wurde er 1959 geweiht und promovierte 1967 in München über die Bilderstreitigkeiten in der frühen Theologie. Er war von 1969 bis 1997 Professor für Religionspädagogik – zuerst in Duisburg, dann an der Ruhr-Universität Bochum. Er lebt seit über 30 Jahren in einer Pfarrei im Duisburger Norden. |
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8.
Forum Marianum, 18.12.2008:Einladung zum Vortrag von Heiner Stiene "Mein langer Weg nach Santiago":
Sehr geehrte Damen und Herren, der Verein der Ehemaligen zusammen mit dem Ku-h-lturstall Germete und der Bücherstube Warburg laden herzlich ein zum Erlebnisbericht und Diavortrag von Heiner Stiene zum Thema „Mein langer Weg nach Santiago“. Der Vortrag findet am 23. Januar um 19.00 Uhr in gemütlicher Atmosphäre bei Getränken nach Wahl und kleinen Snacks im Ku-h-lturstall in Germete statt. |
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7.
Forum Marianum, 04.12.2008:Der Verein der Ehemaligen hat zwei 7.
Klassen zu einem eintägigen Anti-
Konflikttraining eingeladen. Sinn dieses
Konflikttrainings war es, Konflikte des Alltags
nachzustellen. und zusammen mit den
Trainern Lösungen spielerisch zu erarbeiten.
Trainerin war die 31 jährige mehrfache Kung
Fu Welt- und Deutsche Meisterin Nadeshda
Kaufmann aus Volkmarsen. Abends fand ein
ergänzender Vortrag für interessierte Eltern
statt. |
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6.
Forum Marianum, 09.11.2008:Der Verein der Ehemaligen lädt herzlich alle seine Mitglieder und alle interessierte Warburg zum zum „6. Forum Marianum“ am Sonntag, 09. November 2008 (Musikraum), um 11 Uhr ein. Referent ist Winfried Smaczny (Abitur 1960). Sein Vortrag trägt den Titel: „19 Jahre nach der Wende - Erfahrungen beim Aufbau der Neuen Bundesländer am Beispiel des Landes Brandenburg“. |
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5.
Forum Marianum, 18.11.2007:Wir freuen, dass wir den Medienexperten und Historiker Dr. Christoph Werth (Abitur 1979) für unser Forum gewinnen konnten. Das Thema seines Vortrags wird lauten: „Über Freiheit und Medien –Journalismus auf dem Schoß von Politik und Wirtschaft“. Das Forum Marianum findet am Sonntag, 18. November 2007, um 11.00 Uhr im Musiksaal der Schule statt. |
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4.
Forum Marianum, 19.11.2006:In der vergangenen Woche fand das 4. Forum Marianum statt. Mit Dr. Gerhard Schneider (Abitur 1959) konnte der Verein einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Verfemten Künste gewinnen. Rund 110 interessierte Marianer und Warburger verfolgten gespannt seine Ausführungen in der Aula. |
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3.
Forum Marianum, 20.11.2005:Am 20.11.2005 findet das 3. Forum Marianum statt. Referent und Thema stehen bereits fest: Zum Thema "Total digital - wie Bits und Bytes unsere Medien (und uns) verändern" wird Christian Jakubetz (Abitur 1984)
einen Vortrag mit anschließender Möglichkeit zur Diskussion halten. |
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2.
Forum Marianum, 10.04.2005:Nachdem der Verein der Ehemaligen im letzten
Jahr erfolgreich die Vortragsreihe „Forum Marianum“ mit einem Anfangsvortrag
unseres Ehemaligen Prof. Ludger Udolph ins Leben gerufen hat, laden wir
Sie herzlich zum „2. Forum Marianum“ am 10. April 2004, 11.00 Uhr im Musikraum
des Gymnasium Marianum ein (oberer Eingang der Schule). Zum Thema „Made
in Germany – sold in China - Kommunikation deutscher Produkte auf Chinesischen
Märkten“ referiert unser Ehemaliger und Ostasienspezialist Dr. Gerd
Boesken. |
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1.
Forum Marianum, 03.10.2004: Am 3.Oktober feiert um 11 Uhr im Musikraum
des Gymnasium Marianum eine unter dem Titel „Forum Marianum“ vom Verein
der Ehemaligen des Marianum ins Leben gerufene Vortragsreihe Premiere.
Erster Dozent wird Prof. Dr. Ludger Udolph sein, Abiturient des Marianum
1973, Bruder eines langjährigen Lehrers am Marianum und heute Professor
in Dresden. |
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10.
Forum Marianum, 24.09.2009
„Die
Frankfurter Paulskirche und die
demokratische Tradition Deutschlands“
Die Frankfurter Nationalversammlung, die vom 18. Mai 1848 bis zum 31. Mai 1849 in der Paulskirche tagte, war das erste frei gewählte Parlament für ganz Deutschland. Ihr Zustandekommen war Bestandteil und Ergebnis der Märzrevolution von 1848 in den Staaten des Deutschen Bundes. Die Abgeordneten wurden in allgemeinen Wahlen von der männlichen Bevölkerung aller Staaten des Deutschen Bundes gewählt. Unter den Abgeordneten waren markante Persönlich-keiten, ganz überwiegend allerdings Akademiker, Professoren und Advokaten. Persönlichkeiten, die in der Erinnerung der Deutschen lebendig blieben, waren etwa der Liberale Heinrich von Gagern, der schwäbische Dichter Ludwig Uhland, der soziale Katholik Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler, später Bischof von Mainz, und der linke Demokrat Robert Blum.
Der 1815 gegründete Deutsche Bund war ein Staatenbund unter der doppelten Führung Österreichs und Preußens. Er umfasste 39 Staaten, darunter 35 Monarchien (Kaiserreich Österreich, fünf Königreiche, sodann 29 Großherzogtümer, Herzogtümer und Fürstentümer) sowie vier freie Städte (Frankfurt, Hamburg, Bremen und Lübeck). Die Freie Stadt Frankfurt am Main war die Hauptstadt des Deutschen Bundes. Hier tagte der Deutsche Bundestag, eine permanente Vertretung der Regierungen der Mitgliedsstaaten des Deutschen Bundes. Wegen des Bundestages versammelte sich auch die Nationalversammlung in Frankfurt am Main. Der Frankfurter Bundestag ist dabei der Vorläufer unseres heutigen Bundesrates als Vertretungsorgan der Länderregierungen, und die Nationalversammlung ist verfassungsge-schichtlich die Vorläuferin des heutigen Bundestags als Volksvertretung. Der Versammlungsort der Nationalversammlung war die Paulskirche, die erst vor kurzem neu erbaute evangelische Hauptkirche der Stadt Frankfurt am Main. Es handelt sich um ein Kirchengebäude im damals modernen klassizistischen Baustil.
Die Paulskirchenversammlung erarbeitete in langen und kontrovers geführten Debatten die auf Prinzipien der parlamentarischen Demokratie beruhende so genannte Paulskirchenverfassung als Verfassung für einen föderalistischen deutschen Bundesstaat. An die Stelle des Staatenbundes sollte ein Bundesstaat treten – unter Wahrung der Regierungsrechte aller deutschen Monarchen. Die Verfassung erfüllte wesentliche Forderungen der seit 1815 zum System des Deutschen Bundes in Opposition stehenden liberalen und nationalen Bewegung. Sie sah unter anderem einen Grundrechtekatalog vor sowie das System der konstitutionellen Monarchie sowohl in den Einzelstaaten als auch im Bund. Der Bundesstaat sollte einen Erbkaiser an der Spitze haben.
In der Paulskirche kam es zu einer politischen Gruppenbildung, die als Anfang der deutschen Parteiengeschichte zu bezeichnen ist. Das Spektrum reichte von der demokratischen Linken bis zur konservativen Rechten mit einer starken liberalen Mitte. Diese beginnenden Fraktionen nannten sich nach Frankfurter Gaststätten, in denen sie sich trafen. Die radikale Linke etwa traf sich im Gasthof Donnersberg, die konservative Rechte im Caféhaus Milani, die liberale Mitte im Casino.
In schwierigen Debatten ging es um die künftige Gestalt Deutschlands: „großdeutsch“, das heißt: mit Österreich, stand gegen „kleindeutsch“, das heißt: ohne Österreich und unter der Führung Preußens. Es setzte sich schließlich die kleindeutsche Lösung durch. Die Nationalversammlung und die von ihr ausgearbeitete Verfassung scheiterten jedoch 1849 an der Weigerung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., die ihm angetragene erbliche Kaiserwürde anzunehmen. Das militärische Widererstarken der Monarchen, insbesondere der Sieg des Hauses Habsburg mit Waffengewalt in Wien und in Ungarn, beendete die Revolution und auch das Werk der Paulskirche.
Mit der Paulskirche beginnt die demokratische Verfassungstradition in Deutschland. Wesentliche Teile des Verfassungswerkes der Paulskirche wurden im 20. Jahrhundert zum Vorbild für die Weimarer Reichsverfassung von 1919 und das Bonner Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland von 1949. Dies gilt etwa für die Grundrechte. Auch die Nationalflagge Schwarz-Rot-Gold geht auf die Revolution von 1848 und das Paulskirchen-parlament zurück.
Vielen Dank an Prof. Schindling für diesen Vortrag, der allen Teilnehmern (Klassen 5 bis 13) Spaß gemacht hat!!
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9.
Forum Marianum, 09.08.2009
Ist Paulus vom Pferd gestürzt? Glaubensphantasie in der christlichen Bildkunst, erörtert an achtzehn prominenten Beispielen“
Einladung zum „9. Forum Marianum“ am Sonntag, den 9. August 2009 (Musikraum) – Referent ist Prof. Günter Lange (Abitur 1952)
Prof. Günter Lange wurde 1932 in Borgentreich geboren und wuchs in Warburg auf. Er legte 1952 am Gymnasium Marianum das Abitur ab und studierte danach Theologie in Paderborn und München. Zum Priester wurde er 1959 geweiht und promovierte 1967 in München über die Bilderstreitigkeiten in der frühen Theologie. Er war von 1969 bis 1997 Professor für Religionspädagogik – zuerst in Duisburg, dann an der Ruhr-Universität Bochum. Er lebt seit über 30 Jahren in einer Pfarrei im Duisburger Norden.
Sein persönliches Interesse an der Kunst wurde in der Gymnasialzeit durch den Kunsterzieher Lorenz Humburg geweckt. Langes Bücher und Aufsätze behandeln zwar auch grundsätzliche Fragen nach der Legitimität von Glaubensweitergabe durch Bilder, gehen aber immer von Beispielen der christlichen Bildkunst aus und wollen den sachgerechten schulischen, katechetischen und pastoralen Umgang mit Bibelbildern fördern.
Bilder mit biblischen Themen sind für ihn nicht bloß „schweigende Worte“. Sie geben die Texte nicht 1:1 wieder, sondern sind in ihrer medialen Eigenart zu würdigen. Ihr spezifischer theologischer Gehalt hängt an ihrer ästhetischen Gestalt. Das ist der Leitfaden dieser Bibelbilddidaktik.
Der Vortrag will die Freiheiten und „Überschüsse“ vor Augen führen, die sich manche Bilder gegenüber sakrosankten Texten leisten. Wird die zugrunde liegende Botschaft dadurch verzerrt oder wird sie durch Bilder konkretisiert und aktualisiert? Das ist in jedem Einzelfall neu zu erwägen. Es läuft auf die Frage hinaus, welche Rolle die Phantasie im Glauben spielen kann und darf.
Wer die Probe aufs Exempel machen will, kann ja schon mal nach dem Pferd Ausschau halten, von dem Paulus vor Damaskus gestürzt sein soll (Apostelgeschichte 9,1-19; 22,3-21;26;9-18).
Ebenfalls an diesem Wochenende findet in Warburg das Kälkenfest statt. Gegebenfalls lässt sich ja beides mit einem Besuch in Warburg verknüpfen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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8.
Forum Marianum, 18.12.2008
Einladung zum Vortrag von Heiner Stiene "Mein langer Weg nach Santiago"
Sehr geehrte Damen und Herren, der Verein der Ehemaligen zusammen mit dem Ku-h-lturstall Germete und der Bücherstube Warburg laden herzlich ein zum Erlebnisbericht und Diavortrag von Heiner Stiene zum Thema „Mein langer Weg nach Santiago“. Der Vortrag findet am 23. Januar um 19.00 Uhr in gemütlicher Atmosphäre bei Getränken nach Wahl und kleinen Snacks im Ku-h-lturstall in Germete statt. Der Eintritt kostet 5 Euro. Karten gibt es nur im Vorverkauf ab dem 18. Dezember 2008 bei der Bücherstube Mechthild Cramme.
Auf einen langen Marsch hat sich Heiner Stiene begeben, als er sich einen Jugendtraum erfüllte, um nach Santiago de Compostela zu pilgern. Dabei stand zunächst mehr die Kathedrale im Vordergrund, als die 1000jährige Geschichte des Camino francés, der die nordspanische Region seit dieser Zeit geprägt hat. Dass der Weg während der fünfwöchigen Wanderung immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, davon berichtet er in einem Lichtbildervortrag.
Heiner Stiene, geboren 1939, begann seine künstlerische Laufbahn als Bildhauer. Nach der Meisterprüfung studierte er Bildhauerei an der Werkkunstschule in Bielefeld und der Kunstakademie in Düsseldorf. Von 1972 bis 2003 lehrte er als Kunsterzieher am Gymnasium Marianum. Kunstobjekte von Heiner Stiene (u.a. Skulpturen) waren bereits in zahlreichen Ausstellungen zu sehen.
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7.
Forum Marianum, 04.12.2008
Anti-Konflikttraining hilft Marianern, spielerisch mit Konfliktsituationen umzugehen
(Text: Neue Westfälische)
Warburg (NW/scho). Der Verein der Ehemaligen des Gymnasium Marianum hat jetzt zwei Klassen der Jahrgangsstufe 7 zu einem "Anti-Konflikttraining" eingeladen. Das Ziel: Den Schülern in alltäglichen Konfliktsituation spielerisch zu zeigen, wie sie diese durch Stimme, Mimik und Gesten lösen können.
Trainerin war Nadeshda Kaufmann (31, rechts im Bild), sechsfache Deutsche Meisterin und zweifache Weltmeisterin im Kung Fu. Sie betreibt eine Kampfkunstschule in Volkmarsen. "Wir freuen uns, dass die Schule sich für ein solch modernes Training entschieden hat", begrüßte der Vorsitzender des Vereins der Ehemaligen, Trainer und Schüler.
Im Anschluss an die Trainingsstunden hatte der Verein Eltern und Interessierte zum Elternvortrag eingeladen. Im gut gefüllten Musiksaal der Schule erklärte Kaufmann zusammen mit ihrer Co-Trainerin Petra Lüdtke (links im Bild): "Kinder haben in einer Konfliktsituation oft nur den Bruchteil einer Sekunde, um Entscheidungen zu treffen." Im Training könnten Kinder auf spielerische Weise Lösungswege erlernen. "Sie werden sich später an sie erinnern." Kaufmann erklärte den Eltern, dass Streiten durchaus erlaubt sei. "Es müssen aber Grundregeln eingehalten werden", so Kaufmann: Dem anderen zuhören, Probleme direkt ansprechen und sich gegebenenfalls einer Bezugsperson anvertrauen, sollte sich der Konflikt alleine nicht lösen lassen. "In Ich-Botschaften zu sprechen, ist dabei ebenfalls eine wichtige Regel", sagte die Konflikt-Trainerin. Auf diese Weise sei jede Botschaft für den anderen besser verständlich.
"Die Teilnahme an einem Antikonflikttraining ist keines falls ein Zeichen von Schwäche, sondern ein sehr moderner Ansatz, Kinder auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorzubereiten", so Andreas Wienhues, Beiratsmitglied des Vereins. Viele Situationen, die Kaufmann mit den Kindern in Rollenspielen erarbeitet habe, ließen sich auf das spätere Berufsleben übertragen. "So lernten die Schüler beispielsweise, einem Mitschüler zu sagen, was sie wollen und was sie lieber nicht wollen."
An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an. "Eltern und Lehrer sind Hauptansprechpartner der Schüler und damit Teil der alltäglichen Herausforderungen, denen Kinder gegenüber stehen", bemerkte von der Vorsitzende. "Das Anti-Konflikttraining passt sich gut in bestehende Angebot für unsere Schüler mit ein, wie beispielsweise das ,Lions-Quest-Programm - Erwachsen werden' und die Orientierungstage", schloss Schulleiter Bernd Huesmann die Veranstaltung.
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6.
Forum Marianum, 09.11.2008
Einladung zum „6. Forum Marianum“ am Sonntag, 09. November 2008 (Musikraum) – Referent ist Winfried Smaczny (Abitur 1960)
Der Verein der Ehemaligen lädt seine Mitglieder, sowie alle interessierten Warburg am 09. November, um 11 Uhr, zum 6. Forum Marianum ein. Für freuen uns, dass wir als Referent Winfried Smaczny gewinnen konnten. Sein Vortrag trägt den Titel: „19 Jahre nach der Wende - Erfahrungen beim Aufbau der Neuen Bundesländer am Beispiel des Landes Brandenburg“.
Nach seinem Abitur am Marianum im Jahre 1960 studierte Wilhelm Smaczny an den Universitäten Münster und Freiburg u.a. Germanistik, Geschichte, Philosophie. Nach verschiedenen Lehrtätigkeiten übernahm er im Jahre 1976 seine erste Lehrtätigkeit im Auslandsschuldienst an der Deutschen internationalen Schule Den Haag in den Niederlanden. Von 1983 bis 1987 war Wilhelm Smaczny Direktor des Kant-Gymnasiums in Weil am Rhein/Baden, bevor es ihn 1987 als Direktor an die Deutsche internationale Schule in Paris zieht. 1991 wechselt er in den Schuldienst des Landes Brandenburg, wo er im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2005 maßgeblich die Themen Europäische- und Internationale Angelegenheiten sowie Hochschulaufbau vorantreibt.
In seinem Vortrag möchte sich Wilhelm Smaczny 19 Jahre nach der Wende mit dem Aufbau der neuen Bundesländer am Beispiel des Landes Brandenburg befassen. Als Akteur und Zeitzeuge wird er auf die geopolitische Themen, insbesondere aber auch auf Wissenschaft, Forschung, Bildung und Kultur eingehen, sowie Erfolge und Misserfolge hierbei. „Wiedervereinigung oder Neu-Vereinigung“ – diese Frage stellt Wilhelm Smaczny zur Diskussion und versucht, insbesondere auch vor dem Hintergrund seiner Auslandsstationen, verschiedene Antworten zu geben sowie eine Prognose über Auswirkungen des europäischen Integrationsprozesses aufzustellen.
Wilhelm Smaczny war lange Zeit Präsident der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft, sowie Vertreter des Landes Brandenburgs im Stiftungsrat der Stiftung für die Deutsch-Französische kulturelle Zusammenarbeit. Seit 2006 ist es Vorstandvorsitzender des Deutschen Kulturforums östliches Europa.
Der Vorstand des Vereins würde sich freuen, zahlreiche Ehemalige und interessierte Warburger zu diesem spannenden Vortrag im Musikraum der Schule begrüßen zu können.
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5.
Forum Marianum, 18.11.2007
Über Freiheit und Medien –Journalismus auf dem Schoß von Politik und Wirtschaft
Der Verein lädt seine Mitglieder und interessierte Warburger zum „5. Forum Marianum“ am Sonntag, 18. November 2007, um 11.00 Uhr in den Musiksaal der Schule ein. Referent wird der Medienexperte und Historiker Dr. Christoph Werth (Abitur 1979) sein.
In seinem Vortrag gibt Dr. Werth einen Überblick über die Medienentwicklung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der deutschen Einigung 1990. Er analysiert, was Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt eigentlich bedeutet. Im Fokus stehen dabei die Medien im Schnittpunkt parteipolitischer Interessenlagen, innenpolitischer Kräfteverhältnisse und wirtschaftlicher Verflechtungen. Beleuchtet werden auch die politischen Umstände bei der Etablierung der privaten Sender, die Veränderungen der Medienlandschaft in den letzten Jahren, die Korruptionsanfälligkeit von Medien und ihre Gefährdung durch reine Finanzinvestoren.
Dr. Christoph Werth schrieb seine Dissertation bei Prof. Karl Dietrich Bracher über „Sozialismus und Nation“ – ein Werk, das sich inzwischen zum Standardwerk der politischen Ideengeschichte entwickelt hat. Er ist seit 1990 auf dem Gebiet der Medienpolitik tätig. Er hat im Deutschen Bundestag als Büroleiter eines Parlamentarischen Staatssekretärs gearbeitet (1990 – 1996), war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Enquete-Kommission „Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft – Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft“ des Deutschen Bundestages (1996 – 1998) und Geschäftsführer des Forums Informationsgesellschaft der Bundesregierung (1998 – 2000). Er lehrte an der Universität Bonn und an der Bauhaus-Universität Weimar. Seit dem Jahr 2000 lehrt er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Medienpolitik, Medienethik und Politische Theorie (im Wintersemester 2006/2007 zudem an der Universität Erfurt). Hinzu kamen zahlreiche Aufsätze, Buchveröffentlichungen, Vorträge und Interviews zum Themenfeld Medienpolitik und Medienethik.
Dr. Christoph Werth ist Mitgründer des Thüringentages Medienethik, der bisher im Juli 2006 und 2007 von den Universitäten Erfurt und Jena durchgeführt wurde. Er ist Mitglied des Netzwerks Medienethik und der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK).
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4.
Forum Marianum, 19.11.2006
Kulturnachmittag anlässlich des 100. Geburtstags von Lorenz Humburg
Ausstellungseröffnung und Vortrag des „Forum Marianum“ zur Kunstsituation im 20. Jahrhundert
Warburg. Am Sonntag, dem 19. November, wäre der langjährige Kunstpädagoge am Gymnasium Marianum, Lorenz Humburg, 100 Jahre alt geworden. Ihm zu Ehren und zur Erinnerung wird an diesem Tag um 15 Uhr im Museum „Stern“ eine über 50 Exponate umfassende Ausstellung eröffnet. Die Werke werden von der Familie, die zugleich die Ausstellung organisiert und zu diesem Ereignis auch anwesend sein wird, zur Verfügung gestellt. Die Schwiegertochter, Prof. Maxine Neumann., eine in Amerika lebende Konzert- Cellistin, wird die Vernissage musikalisch gestalten. Prof. Hartmut Riemenschneider von der Universität Dortmund wird eine Hinführung zum Werkverständnis des Künstlers geben.
Der zweite Teil des Nachmittags, ab 16.00 Uhr (Aula der Schule), ist einer speziellen Situation in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts gewidmet: Verfemter Kunst. Lorenz Humburg war während der Zeit des Nationalsozialismus wie viele an der klassischen Moderne und diskriminiert worden. Dr. Gerhard Schneider (Abiturjahrgang 1959) wurde auf diese Fe ststellung im Beitrag des „Marianer“ (Mai 2006) zu Humburgs Gedenken aufmerksam. Seit über zwei Jahrzehnten beschäftigt er sich mit „verfemter“ Kunst des 20 Jahrhunderts und hat dazu eine überzeugende Sammlung profilierter Künstler der „jüngeren oder zweiten Generation der Moderne“ zusammengetragen. Sie ist aufgrund der unseligen Zeitläufe des vergangenen Jahrhunderts weitgehend unbekannt geblieben. Darüber arbeitet er zugleich wissenschaftlich. Ein Teil der Sammlung ist mittlerweile in die „Bürgerstiftung für verfemte Künste mit der Sammlung Gerhard Schneider, Solingen“ eingegangen. Sie hat ihren Sitz im Solinger Kunst-„Museum Baden“ (auch ein Stiftername). Schneider ist sowohl Vorsitzender der Stiftung als auch der von ihm gegründeten „Fördergesellschaft »Zentrum für verfemte Künste« e.V.“. Mit anderen Interessenten, etwa der „Else-Lasker-Schüler- Gesellschaft, Wuppertal“, soll in den nächsten Jahren ein entsprechendes Ausstellungs- und Forschungszentrums eingerichtet werden. Das Thema, zu dem Gerhard Schneider im Rahmen unseres „Forum Marianum“ sprechen wird, lautet:
Verfemung von Kunst als „entartet“ und ihre Folgen - Zu meiner Sammlung und Arbeit am kulturellen Gedächtnis des 20. Jahrhunderts
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3.
Forum Marianum, 20.11.2005
Der Verein der Ehemaligen lädt seine Mitglieder sowie alle Interessierten zum 3. Forum Marianum am 20.11.2005, um 11.00 Uhr in den Musikraum des Gymnasium Marianum (oberer Eingang). Zum Thema „Total digital - wie Bits und Bytes unsere Medien (und uns) verändern“ wird Christian Jakubetz einen Vortrag halten. Der Eintritt ist - wie immer - kostenlos.
Zum Inhalt:
Im Fernsehen liefen Hänschen Rosenthal und Kulenkampff, im Briefkasten lag morgens die Zeitung – und der Sendersuchlauf, so es ihn denn schon gab, war im Radio ziemlich schnell fertig: Verglichen mit dem, welches Medienangebot heute existiert, erscheinen die 70er und 80er Jahre inzwischen wie graue Vorzeit. Hunderte TV-Sender empfangen zu können, ist keine Utopie mehr- sondern mit einer Settop-Box mühelos machbar. Radio ist in Zeiten des Internet grenzenlos geworden, und wer kann eigentlich die Zahl der weltweiten Webseiten überhaupt noch zählen?
Bits und Bytes: Im Zeitalter der Digitalisierung wandelt sich die Medienlandschaft so rasant wie noch nie. Medien begleiten uns inzwischen rund um die Uhr und sie begleiten uns überall hin. Was allerdings auch bedeutet, dass wir als Nutzer die Medien noch einmal neu erlernen und entdecken müssen. Wenn es früher einmal ausgereicht haben sollte, morgens die Zeitung zu lesen und abends die Tagesschau zu sehen, so sind heute andere Fähigkeiten gefragt, will man in diesem Überangebot nicht vollends die Orientierung verlieren. Suchen, selektieren, selber einordnen: Die Zeiten, in denen man das Wichtigste des Tages auf dem Silbertablett serviert bekam, sind vorbei.
Vorbei sind aber auch die Zeiten, in denen bei der Mediennutzung quasi Chancengleichheit für alle bestand. Die Digitalisierung bringt zwangsweise auch die Gefahr eines „digitalen Grabens“ mit sich. Wer es sich leisten kann, kann sich eine große Auswahl an hochwertigen, spezialisierten und werbefreien Programmen ins Haus holen. Gut möglich, dass Premium-Inhalte noch mehr als bisher schon in kostenpflichtigen Programmen verschwinden und all diejenigen, die es sich nicht leisten können, mit dem vorlieb nehmen müssen, was die Anbieter noch kostenlos anbieten.
Aber auch die Medienanbieter sehen sich größeren Verwerfungen ausgesetzt. Zeitungen kämpfen seit vielen Jahren mit Auflagerückgängen und Umsatzschwund, das Fernsehen beklagt einen de facto stagnierenden Werbemarkt – und Journalisten müssen feststellen, dass ihr Monopol auf das Verbreiten von Inhalten und Informationen mehr und mehr ins Wanken gerät: Blogger und citizen journalists gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unterdessen ist absehbar, dass das Internet und seine unendlichen Weiten auf dem Weg zu Leitmedium Nummer eins ist.
Wem darf man was noch glauben? Wer sind die Player der Zukunft? Müssen wir nach der Befürchtung, uns zu Tode zu amüsieren, jetzt darüber nachdenken, ob man sich zu Tode informieren kann? Können wir Medien überhaupt noch kontrollieren – oder kontrollieren sie vielmehr künftig uns und unser Leben? Viele Fragen, auf die es noch keine endgültigen Antworten gibt. Aber manchmal kann es ja schon hilfreich sein, die richtigen Fragen zu stellen…
Zur Person:
Christian Jakubetz (Abitur 1984 am Gymnasium Marianum) arbeitet als Journalist und Dozent in München. Nach Stationen als Redaktionsleiter bei diversen Tageszeitungen (u.a. Passauer Neue Presse) und privatem Radio, wechselte er 1998 nach Mainz, wo er als Chef vom Dienst (CvD) am Aufbau der Kooperation zwischen dem ZDF und dem US-Nachrichtensender MSNBC (zdf.msnbc.de; heute.de) beteiligt war. 2000 wechselte er zunächst als "Gründungs-CvD" nach München zu N24.de (ProSieben Digital Media), ehe er im selben Jahr zum Redaktionsdirektor von Kirch New Media (KNM) berufen wurde.
Nach der Fusion der KNM mit ProSieben Digital Media zur Kirch Intermedia leitete er als Bereichsleiter Redaktion u.a. die dortige Zentralredaktion, die für die Erstellung von Inhalten für diverse TV-Projekte der Senderfamilie sowie für die Online-Angebote, die Teletexte und die mobilen Plattformen zuständig war. Daneben entwickelte er und betreute er das Format "N24 Chat" - ein interaktiver werktäglicher Polit- und Wirtschaftstalk - maßgeblich mit.
Seit 2003 Tätigkeit als Journalist und Dozent in München, u.a. bei der Deutschen Journalistenschule. 2004 Beitrag "Das Feature" für das Buch "Karriereziel Journalismus", herausgegeben vom MedienCampus Bayern.
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2.
Forum Marianum, 10.04.2005
Nachdem der Verein der Ehemaligen
im letzten Jahr erfolgreich die Vortragsreihe „Forum Marianum“ mit einem
Anfangsvortrag unseres Ehemaligen Prof. Ludger Udolph ins Leben gerufen
hat, laden wir Sie herzlich zum „2. Forum Marianum“ am 10. April 2004,
11.00 Uhr im Musikraum des Gymnasium Marianum ein (oberer Eingang der Schule).
Zum Thema „Made in Germany – sold in China - Kommunikation deutscher
Produkte auf Chinesischen Märkten“ referiert unser Ehemaliger
und Ostasienspezialist Dr. Gerd Boesken.
Zum Vortrag selbst:
Der Begriff "Kommunikation"
ist nicht nur auf den Austausch zwischen Personen beschränkt. Heute
"kommuniziert" man ein Thema, und auch Produkte, Profile, Logos, Waren-
und Firmen-Identitäten oder ein bestimmtes Design können "kommuniziert"
werden. So verwendet umschließt Kommunikation die klassischen Felder
Werbung und Marketing und ist die treibende Kraft auf allen Märkten
der Welt. Für die unzähligen zu vermarktenden Produkte sind Interessenten
und Käufer zu "attraktieren".
Wer dies ohne Kenntnisse
und Kontext der entsprechenden Kultur und Traditionen versucht, kann auf
die Nase fallen. Käme Clementine mit Ihrer Botschaft von der „Wäsche,
die noch reiner als rein ist“ auch in China rüber? Wie stellt man
sich dort einen „Fleckenteufel“ vor, mit dem sich deutsche Hausfrauen Tag
für Tag blutige Schlachten liefern? Welche Farben dürfen Verpackungen
nicht haben? Was schreibt das chinesische Werbegesetz bezüglich der
Kennzeichnungspflicht vor? Der Redner wird im Rahmen seines Vortrages über
"Kommunikation deutscher Produkte auf chinesischen Märkten" vor allem
die praktischen Aspekte von kulturspezifischer Vermarktung, Werbung und
Produktpsychologie erläutern. Er stellt sich und uns die Frage, was
deutsche Unternehmen bedenken müssen, wenn sie ihre Produkte, sich
selbst als Unternehmen oder ihre Leistungen einer chinesischen Klientel
nahe bringen wollen. Deutlich plädiert er dafür, dass deutsche
Unternehmen offen sein sollten für historisch gewachsene, psychosoziale
und ästhetische Besonderheiten des Ziellandes! Werbefachleute sind
gehalten, sich das spezifisch nötige Handwerkszeug anzueignen und
anwenden zu lernen. Erst wer das kleine Einmaleins des Produktmarketings
für China intus hat, kann erfolgreich Fehler und Abstürze bei
der praktischen Umsetzung einer Kampagne vermeiden. Wenn wir den Mut haben,
zu lernen, Berührungsängste abbauen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede
erkennen, ist China lernbar! Globales wie regionalspezifisches Denken und
Handeln sind gleichermaßen gefragt.
Zur Person:
Dr. Gerd Boesken wurde 1956
in Warburg geboren. Nach seinem Abitur am Marianum studierte er bis 1983
Sinologie, Volkskunde, Völkerkunde, Mongolistik, Musikethnologie.
Studien- und Forschungsaufenthalte in Taiwan, Hongkong, VR China. Von 1981
bis 1989 übernahm er die Leitung von Studienreisen nach Ostasien,
sowie die Betreuung von Museumsprojekten und Begleitung von chinesischen
Delegationen. Seit 1985 arbeitet er an der Konzeption und Durchführung
von Interkulturellen Seminaren für deutsche Unternehmen. Nach seiner
Promotion im Jahre 1987 mit seiner Arbeit über chinesisches Volkstheater
wurde er 1992 geschäftsführender Gesellschafter der "Ostasien
Service GmbH". Seit 2001 ist er zudem geschäftsführender Gesellschafter
der "API-Asien Pazifik Institut für Management GmbH" und später
auch als Dozent für Interkulturelles Management u.a. an der Wirtschaftsakademie
in Hamburg tätig. |
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1.
Forum Marianum, 03.10.2004
Am 3.Oktober feiert um 11
Uhr im Musikraum des Gymnasium Marianum eine unter dem Titel „Forum Marianum“
vom Verein der Ehemaligen des Marianum ins Leben gerufene Vortragsreihe
Premiere. Erster Dozent wird Prof. Dr. Ludger Udolph sein, Abiturient des
Marianum 1973, Bruder eines langjährigen Lehrers am Marianum und heute
Professor in Dresden. Der Vortrag trägt den Titel „Die slawischen
Völker in der Bruchlinie der europäischen Kultur“.
Zum Vortrag selbst:
Nach der alten römischen
Reichsteilung hat sich ein lateinisch geprägtes West- und ein griechisch
geprägtes Ost-Europa entwickelt. Diese Trennungslinie, die sowohl
eine politische als auch eine kulturelle ist, verläuft mitten durch
die slawischen Völker, die Ost- und Südosteuropa bewohnen. Der
Vortrag will diese Bruchlinie und ihre Konsequenzen im Überblick darstellen.
Zur Person:
Geboren 1953 in Warburg
studierte Prof. Udolph nach neun Jahren Latein und vier Jahren Griechisch
am Marianum Slawistik und Germanistik in Bonn. Ausschlaggebend für
die Wahl des Faches Slawistik war sein Interesse zunächst für
die russische Literatur, Kultur und Sprache. Verschiedene slawische Länder
- Russland, die Tschechoslowakei, Jugoslawien und Bulgarien - lernte er
durch Reisen genauer kennen. Nach seiner Dissertation über den russischen
Romantiker Stepán P. Schevyrjóv, von dem ein durch Unkenntnis
und ideologische Urteile verzerrtes Bild die Forschung beherrschte, war
er zunächst wiss. Angestellter, dann Hochschulassistent am Slawistischen
Seminar in Bonn.
Anschließend habilitierte
er 1989 über den bulgarischen Dichter Teodor Trajanov, eine nach 1945
verfemte Schlüsselfigur des Symbolismus, der die wichtigsten Impulse
für sein Schaffen in den ersten beiden Jahrzehnten dieses Jahrhunderts
in Wien erhielt. Er wurde 1992 auf den neu gegründeten Lehrstuhl für
Slawistik/Literaturwissenschaften an der Technischen Universität Dresden
berufen.
Zu seinen Forschungsschwerpunkten
zählt die Literatur aus Russland, Tschechien und Bulgarien (vom 17.
bis ins 20. Jahrhundert), die sorbische Literatur, die Böhmischen
Länder als Kulturraum Mitteleuropas, slawische Folklore sowie die
Wissenschaftsgeschichte der Slawistik. Er ist Mitglied in zahlreichen Hochschulgremien
und Institutionen, u. a. im Johann-Gottfried-Herder- Forschungsrat, in
der Deutsch-Tschechischen Dobrovský-Gesellschaft für Gelehrsamkeit
und Künste als geschäftsführender Direktor, ebenfalls als
Direktor im Mitteleuropa-Zentrum für Staats-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften
(Direktor), TU Dresden und auch im Collegium Carolinum, München.
Der Vorstand des Vereins
und die Schulleitung des Marianum würden sich freuen, zum Vortrag
zahlreiche Ehemalige, Lehrer, Schüler und Interessierte begrüßen
zu können. Im Bedarfsfall kann jederzeit auch in die Aula gewechselt
werden. |
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